Renault

1898 gründen die drei Renault-Brüder in Paris die Société Renault Frères: Eine Fabrik, die kleine Fahrzeuge für das französische und vor allem das Pariser Großbürgertum umsetzt. Während des Krieges verpflichtet sich Renault dazu, Fahrzeuge für die Armee herzustellen: Die berühmten Renault FT17-Panzer erweisen sich für das Schicksal des Konflikts als entscheidend. Mehr anzeigen

Renault behauptet sich als die erste französische Automobilgruppe. In den zwei darauffolgenden Jahrzehnten verwendet das Unternehmen das Fließband im Ford-Stil und baut in Frankreich riesige Fabriken. Der Marktanteil nimmt zu, parallel zur Rivalität mit der Marke Citroën. Während des Zweiten Weltkrieges wird Renault von den Nazis kontrolliert und dazu gezwungen, Fahrzeuge und Kriegsmaterial für die deutsche Armee herzustellen. Daraufhin wird Louis Renault der Kollaboration beschuldigt und stirbt im Gefängnis; das Unternehmen wird verstaatlicht und somit Eigentum des Französischen Staates. Unter der Leitung von Pierre Lefacheux beginnt die Herstellung des Renault 4CV; Publikums- und Verkaufserfolg folgen, in Europa werden mehr als 1000 Verkaufsstellen eröffnet und es wird der wirtschaftliche Durchbruch in den USA angestrebt.

In den 50er und 60er Jahren werden der Renault 4 und dann der Renault 8 auf den Markt gebracht. Das Unternehmen expandiert bis Ende der 70er Jahre dank Modellen wie dem Renault 5 und dann dem Renault 16 stark. Die große Krise der 80er Jahre bringt jedoch eine neue Politik von Kürzungen und Kostensenkungen mit sich. Der Clio und der Espace sind die Modelle, die die Marke Ende der 80er Jahre neu beleben. Nach großen sportlichen Erfolgen in der Formel 1 um die Wende der 90er Jahre kauft Renault 1999 die Marke Nissan. Heute gehört die Gruppe zu den wichtigsten europäischen Autoherstellern; unter ihren bekanntesten Modellen befinden sich der Clio, der Mégane, der Scénic, der Twingo und der Captur. Außerdem führt die Marke ein vollständiges Sortiment an Null-Emissions-Fahrzeugen.