Alfa Romeo

Das Autohaus ALFA (Anonima Lombarda Fabbrica Automobili) wird am 24. Juni 1910 in Mailand gegründet, als eine Gruppe von Unternehmern die Gebäude der französischen Autofabrik Darracq in Mailand übernimmt. Nach dem Ersten Weltkrieg wird ALFA von der Banca Italiana di Sconto übernommen und 1915 von Nicola Romeo gekauft. ALFA ändert daraufhin den Namen in Alfa Romeo, kehrt zur Autoherstellung zurück und bringt 1920 den Alfa Romeo 20-30 HP auf den Markt. Mehr anzeigen

Die 20er und 30er Jahre sind durch sportliche Siege bei den wichtigsten Autorennen (Mille Miglia und Targa Florio) gekennzeichnet. Als sich der Zweite Weltkrieg nähert, wird die Autoherstellung reduziert und Alfa Romeo widmet sich hauptsächlich der Planung und Umsetzung von Flugzeugmotoren und Lastwagen für den Einsatz an der Front. 1950 ist mit der Produktion des neuen Alfa 1900 das Jahr der Rückkehr für das Alfa-Haus. Mit Einführung der Fließbandproduktion in den eigenen Werken im Jahr 1952 fallen die Produktionskosten stark und die jährliche Produktion von Fahrzeugen erreicht nie zuvor gesehene Zahlen. 1955 bringt das Alfa-Haus sein Symbol-Modell auf den Markt: Den Alfa Romeo Giulietta, der zur Ikone der 50er und 60er Jahre wird.
In den 70er Jahren werden Modelle wie der Alfasud (ein innovatives Projekt, das vollständig in den Pomigliano d'Arco-Werken hergestellt wird) und der Alfetta entwickelt. In den 80er Jahren hat neben dem Alfa 33 auch der Alfa 75 - der auf den Markt gebracht wird, um den 75. Geburtstag der Marke zu feiern - einen ziemlich großen Erfolg. 1986 wird Alfa Romeo von FIAT gekauft. Im darauffolgenden Jahr wird das neue Flaggschiff des Hauses auf den Markt gebracht: Der Alfa Romeo 164, der sofort auf positives Feedback stößt und das erste Alfa-Modell seiner Art mit Frontantrieb ist. Ab 1992 beginnt das Unternehmen mit der Produktion des Alfa 155 die Mechanik der Alfa Romeo-Modelle vollständig von den FIAT-Modellen zu übernehmen, um die Herstellungskosten zu senken.
Eine wesentliche Veränderung erfolgt für das Unternehmen im Jahr 1997, als der Alfa Romeo 156 - die neue Limousine, die die Fahrzeuge des Hauses ästhetisch revolutioniert - vorgestellt wird: Der italienische Designer Walter De Silva setzt ein anmutiges Auto mit weichen Linien um, das zur selben Zeit jedoch auch aggressiv wirkt. Die Motorisierungen und die angebotenen Ausstattungen treffen beim Publikum auf große Beliebtheit und der 156 erzielt sowohl in Italien als auch in Europa sehr gute Verkaufsergebnisse. Zu Beginn des neuen Jahrtausends präsentiert Alfa Romeo ein Auto, welches schon bald das von den Alfisti auf der ganzen Welt bevorzugte Auto wird: Den Alfa Romeo 147, ebenfalls von De Silva entworfen. Der kompakte und rassige Alfa Romeo 147 mit brillianten Motoren und sportlicher Innenausstattung wird zum Auto des Jahres 2001 gewählt und erzielt absolut außergewöhnliche Verkaufserfolge. Er bleibt bis 2010 in Produktion und wird dann durch die neue Giulietta ersetzt. Anfang 2000 produziert Alfa weitere Modelle: Den Alfa Romeo 159 und den Alfa Romeo MiTo (der kleine Kompakte, der das Sortiment an verfügbaren Modellen erweitern soll und auf ein jüngeres Publikum abzielt).
Alfa Romeo ist derzeit Teil der FCA-Gruppe und produziert und vertreibt die Modelle Giulietta, 4C, MiTo und die neue Giulia.